Die sechs Mitglieder des Opernstudios sowie das Team stehen aufgereiht und blicken in die Kamera.
Die sechs Mitglieder des Opernstudios stehen aufgereiht und blicken in die Kamera.

Das Opernstudio 2026/2027

Mitglieder 

Yoojin Lee 
Die südkoreanische Sopranistin Yoojin Lee wurde in Icheon geboren. Ab 2018 studierte sie Gesang an der Seoul National University, wo sie 2022 ihr Bachelorstudium abschloss. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig fort, wo sie den Masterstudiengang im Fach »Klassischer Gesang« bei Caroline Stein absolvierte.

2024 wurde sie beim internationalen Wettbewerb »Nuits Lyriques de Marmande« in Frankreich mit dem Prix spécial du Jury Michèle Herbé ausgezeichnet. Zudem war sie Finalistin beim International Vocal Competition (IVC) in ’s-Hertogenbosch, Niederlande. Zuvor gewann sie den 1. Preis beim Sungjung Musikwettbewerb sowie den 3. Preis beim Dong-A Musikwettbewerb in Südkorea. Bereits im Alter von 17 Jahren wurde sie mit dem 3. Preis beim La bella Gesangswettbewerb & Internationalen Opernwettbewerb in Linz in der Kategorie »Junge Künstler*innen« ausgezeichnet.

2025 war sie in einem Operetten-Galakonzert der Oper Leipzig in der Musikalischen Komödie als Rosalinde (»Die Fledermaus«) sowie Josepha (»Im weißen Rössl«) zu erleben. Ebenfalls 2025 übernahm sie an der HMT Leipzig die Rolle des Lepido in Händels »Lucio Cornelio Silla«. Bereits 2024 sang sie die Partie der Frau Fluth in »Die lustigen Weiber von Windsor« in einer Opernproduktion der HMT Leipzig.

Seit der Spielzeit 2025/2026 ist Yoojin Lee Mitglied im Opernstudio des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Hier stand sie u. a. als Giannetta (»Der Liebestrank«), Sand- und Taumännchen (»Hänsel und Gretel«) und Barbarina (»Figaros Hochzeit«) auf der Bühne.

Tamara Obermayr
Die österreichische Mezzosopranistin Tamara Obermayr machte ihre ersten sängerischen Schritte im Kinderchor des Salzburger Landestheaters, ihre erste Solopartien waren Dritter Knabe (»Die Zauberflöte«) an der Universität Mozarteum Salzburg und Cherubino (»Le nozze di Figaro«) an der Landesmusikschule Mondsee. Ihre professionelle Ausbildung erhielt sie an der Universität Mozarteum Salzburg, wo sie zuerst die Studiengänge BA Gesang und BA IGP Gesang absolvierte. Darauf folgend schloss sie ein Masterstudium »Lied und Oratorium« bei Elisabeth Wilke und Pauliina Tukiainen mit Auszeichnung ab. Anschließend wechselte sie an die Bayerische Theaterakademie August Everding in den Masterstudiengang »Musiktheater/Operngesang« zu Daniela Sindram. Während ihrer Studienzeit wurden ihr zwei Leistungsstipendien der Universität Mozarteum sowie Stipendien der August Everding Stiftung, der Johann-Adolph-Hasse Gesellschaft München und der Opera Europa Eva Kleinitz Stiftung verliehen. Meisterkurse besuchte sie bei Christa Ludwig, Malcolm Martineau, Anne Le Bozec, Vesselina Kasarova, Kai Wessel, Luca Pianca, Margit Legler, Simon Lepper, Terry Wey, Will Humburg, Arttu Kataja, Nicola Beller Carbone, Bernarda Fink, im Rahmen der Deutschen Liedakademie Trossingen und beim Internationaal Lied Festival Zeist.

2024 war Tamara Obermayr Teilnehmerin des Young Singers Projects der Salzburger Festspiele und 2025 Finalistin bei »SWR Junge Opernstars 2025« im Wettbewerb um den »Emmerich-Smola-Förderpreis«. Konzertante solistische Auftritte führten sie u. a. in die Elbphilharmonie Hamburg, die Isarphilharmonie München, in den Münchner Gasteig und Herkulessaal, in den Großen Saal der Stiftung Mozarteum Salzburg, ins Haus für Mozart, in die Pieterskerk Leiden, zum Musikfest Bremen und zu den Bad Arolser Barock-Festspielen. Die Zusammenarbeit mit Ensembles wie dem Collegium Vocale der Salzburger Bachgesellschaft, BachWerkVokal unter Gordon Safari, dem Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg unter Hansjörg Albrecht und dem L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg bereichern ihre Tätigkeit.

In Opernproduktionen stand sie u. a. als Roselane (»Zanaida«), Clare (»4.48 Psychose«), Juditha (»Juditha Triumphans«), Prinz Orlofsky (»Die Fledermaus«), Sesto (»Giulio Cesare in Egitto«) und Ottavia (»L’incoronazione di Poppea«) auf der Bühne. Weiters verkörperte sie im Zuge des Young Singers Projects der Salzburger Festspiele 2024 als erste weibliche Besetzung die »Frau mit dem Esel« in Carl Orffs »Die Kluge«. Seit Beginn ihrer Gesangskarriere begleitet sie die Liebe zur Alten Musik sowie eine große Begeisterung für das Lied. Mit ihrem Liedduopartner Hugo Peres arbeitet sie seit 2022 zusammen.

Seit der Spielzeit 2025/2026 ist Tamara Obermayr Mitglied des Opernstudios des Gärtnerplatztheaters. Zu ihren bisherigen Rollen hier zählen u. a. Ein polowetzer Mädchen (»Fürst Igor«), Sandmännchen (»Hänsel und Gretel«), »Mercédès (»Carmen«) und Maddalena (»Il viaggio a Reims«).

Thomas McGowan
Der in London geborene Bariton Thomas McGowan studierte an der University of Oxford und an der Guildhall School of Music & Drama bei Robert Dean. Er gewann 2024 den Chris Treglown Foundation Award und wurde 2023 mit dem Dorothy Richardson English Song Prize (Association of English singers and speakers) sowie dem Anne Wyburd Prize for German Lieder (Guildhall School of Music & Drama) ausgezeichnet. Im Rahmen seiner Ausbildung stand er u. a. als Dr. Falke und Frank (»Die Fledermaus«), Edmund Bertram (»Mansfield Park«) sowie mit Auszügen aus den Partien Figaro (»Il barbiere di Siviglia«), Pelléas (»Pelléas et Mélisande«), Malatesta (»Don Pasquale«) und Thomas’ Hamlet auf der Bühne. Darüber hinaus sang er Perichaud (»La rondine«) mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Antonio Pappano im Barbican Centre und war Young Artist beim Leeds Lieder Festival. Sein Konzertrepertoire umfasst Brahms' »Deutsches Requiem«, Faurés »Requiem« und Rossinis »Petite Messe solennelle«. 2025 war Thomas McGowan Solist im Nachwuchsförderungsprogramm der Garsington Opera, wo er Fürst Jelezki (»Pique Dame«) coverte. Seit der Spielzeit 2025/2026 ist er Mitglied des Opernstudios des Gärtnerplatztheaters und sang hier Partien wie Bischof von Digne (»Les Misérables«), Baron Dophoul (»La traviata«) und Dancaïro (»Carmen«).

Juho Stén
Der finnische Bassbariton Juho Stén stammt aus Tampere, wo er 2019‒2023 an der TAMK (Tampere University of Applied Sciences) seinen Bachelor in Musik unter der Leitung von Tarja Mäki-Latvala absolvierte. Nach seinem Abschluss begann er sein Masterstudium an der Hochschule für Musik Würzburg in der Klasse von Jochen Kupfer, welches er im 2025 abschloss. Ab 2024 studierte er zudem im Masterstudiengang Lied bei Gerold Huber. Seit 2020 steht Juho Stén regelmäßig in Finnland, Deutschland und der Schweiz auf der Bühne. Engagements führten ihn u. a. an die Oper Chemnitz, die Tampereen Ooppera und ans Stadttheater Minden. 2022 gewann er den 1. Preis beim NATS-Wettbewerb in Virginia, USA und erreichte später den 3. Platz in der Mid-Atlantic-Phase desselben Wettbewerbs. 2024 gewann er den 3. Preis beim Seraphin-Liedwettbewerb in Würzburg zusammen mit seiner Liedpartnerin Sera Park, 2025 den 2. Preis des Lappeenranta Gesangswettbewerbs in Finnland. Darüber hinaus nahm er an Meisterkursen von Thomas Allen, Anne Sofie von Otter und Katharina Rössner teil. Seine Studien wurden von TaiKe (Zentrum für Kunstförderung Finnland) und der Tampereen Ooppera unterstützt. 2025 hat er den Basspartie im IX. Sinfonie von Beethoven in Lahti (Finnland) unter der Leitung von Hannu Lintu gesungen. Seit der Spielzeit 2025/2026 ist er Mitglied im Opernstudio des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Zu seinen Partien hier zählen u. a. Helmesberger (»Der Besuch der alten Dame«), Mentschikoff und Portier (»Der Graf von Luxemburg«), Skula (»Fürst Igor«) sowie Antonio (»Die Reise nach Reims«).

Hibiki Sagae
Hibiki Sagae wurde in Tokio geboren und erhielt bereits im Alter von fünf Jahren ersten Klavier- und Orgelunterricht. Während ihrer Schulzeit am Musikgymnasium studierte sie Gesang, Geige, Trompete und Komposition. Ihr Bachelorstudium absolvierte sie im Konzertfach und ihr Masterstudium in Opernkorrepetition an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien mit Auszeichnung. Zu ihren Lehrerinnen und Lehrern zählen Greta Benini, Hans-Otto Ehrström, Ralf Heiber, Kristin Okerlund und Gerrit Prießnitz. Bereits zu Studienzeiten begleitete sie Meisterkurse international renommierter Dirigentinnen und Dirigenten wie Yutaka Sado, Marin Alsop, Toby Purcell und Niels Muus und korrepetierte in Gesangs-Meisterklassen von Linda Watson, Adrian Eröd und Tamar Rachum. Aktuell arbeitet sie als Vocalcoach für Sängerinnen wie Marisol Montalvo und Flaka Goranci.

Als Korrepetitorin begleitete Hibiki Sagae Werke wie »Così fan tutte«, »Don Giovanni«, »La traviata« und »Rigoletto« bei den Festspielen der Wiener Opernakademie, »La bohème« und »Die Fledermaus« bei der Sommerakademie der Bergen National Opera sowie »Suor Angelica« an der Merano Academy. Sie war mehrfach als Chorbegleiterin bei der Wiener Tonkunstvereinigung unter der Leitung von Pablo Boggiano tätig und wurde als Solistin von der japanischen Botschaft in Wien zu verschiedenen Veranstaltungen eingeladen. Überdies übernahm sie die Musikalische Leitung einer Kinderversion von »Viktoria und ihr Husar« an der Bühne Baden.

Seit der Spielzeit 2025/2026 ist sie Mitglied im Opernstudio des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Hier begleitete sie u. a. Meisterklassen von Brigitte Fassbaender und Ann Murray sowie »Bel Canto Me ‒ Sommernachtsträume«.

Dozenten und Dozentinnen

Herbert Hillig - Gesamtleitung
Stephen Delaney - Künstlerische Leitung
KS Ann-Katrin Naidu - Beratung und Koordination

Sami Kustaloglu und KS Lucian Krasznec - Gesang
Okka von der Damerau - Gastdozentin Gesang
Kerstin Ried - Bewegung und Tanz
Angelika Sedlmeier - Sprach- und Dialogtraining
Daniel Huth und Alexander Kreuselberg - Szenische Arbeit
KS Prof. Brigitte Fassbaender und KS Ann Murray -  Meisterkurse