»I learn'd the language of another world.«

»Manfred-Sinfonie«

Trailer

Sinfonische Lyrik I Peter I. Tschaikowsky

Rezitation: Cornelia Froboess

Programmsinfonie in vier Bildern op. 58
by Peter I. Tschaikowsky

with extracts from Lord Byron's »Manfred«

Schon Robert Schumann hatte im Jahre 1851 ein groß angelegtes Werk auf Grundlage von Lord Byrons dramatischem Gedicht »Manfred« komponiert. Als der Komponist Mili Balakirew denselben Stoff auch Peter I. Tschaikowsky vorschlug, meinte dieser zunächst, er könne der Komposition Schumanns nichts Gleichwertiges hinzufügen. Erst zwei Jahre später, im Jahre 1884, beschloss er, sich des Stoffes doch anzunehmen. Während er einen sterbenden Freund in der Schweiz besuchte, las er noch einmal das Byron’sche Werk, und all die Eindrücke, die dort auf ihn einwirkten, hatten ihn schließlich zum Umdenken bewogen.

Lord Byrons »Manfred«, entstanden in den Jahren 1816 und 1817, ist nicht nur dessen bedeutendstes Werk, sondern gleichsam auch ein Höhepunkt der gesamten romantischen Literatur. Ebenfalls von einem Aufenthalt in den Schweizer Alpen inspiriert, erzählt das dramatische Gedicht von der Liebe des jungen Manfred zu seiner Halbschwester Astarte. Manfred muss in die Berge fliehen, nachdem man dem Geschwisterpaar auf die Schliche kam. Umgeben vom Reiz der alpinen Landschaft gibt sich Manfred seiner Trauer hin.

Tschaikowskys Musik bringt diese tiefen Leiden und komplizierten Seelenzustände des Protagonisten eindrucksvoll zum Klingen. Zusammen mit Auszügen aus dem Poem, gelesen von Kammerschauspielerin Cornelia Froboess, wird die Aufführung der »Manfred-Sinfonie« zu einem hochemotionalen Kunsterlebnis.

Das zweite Konzert der Reihe findet am 8. Februar 2020 statt: Sinfonie Nr. 5. Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47 von Dmitri Schostakowitsch

»Symphonie fantastique« von Hector Berlioz