Librettist
Felix Mitterer
Der Schauspieler, Theater- und Drehbuchautor Felix Mitterer wurde 1948 als Sohn einer Kleinbäuerin und eines rumänischen Flüchtlings in Achenkirch in Tirol geboren, später von einem Landarbeiterehepaar adoptiert. Seine Schulzeit verbrachte Mitterer in Kitzbühel und Kirchberg. 1962–1966 besuchte er die Lehrerbildungsanstalt in Innsbruck, 1966–1977 war er beim Zollamt Innsbruck beschäftigt. Danach startete Felix Mitterer seine Karriere als freier Autor: Es folgten Drehbücher, Theaterstücke, Erzählungen, Hörspiele, Mundarttexte und Kindergeschichten. Nach 15 Jahren in Irland lebt er nun wieder in Österreich.
Zu Mitterers bekanntesten Arbeiten zählen die mehrteiligen und mehrfach preisgekrönten ORF-Filme »Verkaufte Heimat« und »Die Piefke-Saga«. Mit letzterer gelang ihm Ende der 1980er Jahre der große Durchbruch. Seine am häufigsten gespielten Theaterstücke sind »Kein Platz für Idioten«, »Besuchszeit« und »Sibirien«. Stücke wie »Kein schöner Land«, »Sibirien«, »Die Kinder des Teufels« oder »Abraham« wurden auch als Hörspiele produziert. Sein 1977 erschienenes Kinderbuch »Superhenne Hanna« wird von kleinen und großen Menschen bis heute gerne gelesen.
Zu Felix Mitterers jüngsten Bühnenarbeiten gehören die Oper »Wolkenstein« (zur Musik von Wilfried Hiller) für das Theater Nürnberg, »Die Weberischen« für die Vereinigten Bühnen Wien, »Du bleibst bei mir« für das Wiener Volkstheater und »Jägerstätter« für das Wiener Theater in der Josefstadt. Darüber hinaus schrieb der mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnete Autor die Drehbücher zu zahlreichen Folgen der TV-Krimireihe »Tatort«.