THEATER.KITA
Unser Pilotprojekt THEATER.KITA gemeinsam mit der Landeshauptstadt München; Referat für Bildung und Sport hat begonnen.
Für uns ist die kulturelle Bildung und die kulturelle Teilhabe ein Grundrecht für alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von sozialer, kultureller oder nationaler Herkunft. Theater kann uns vieles zeigen, lehren und fühlen lassen. Theater öffnet uns eine Tür in eine andere Welt, in eine Geschichte, in ein anderes Leben. Theater kann ein magisches Tor sein. Ein Tor zu uns selbst, zu unseren Emotionen. Unsere Arbeit findet in Schulen und an/mit anderen Einrichtungen statt. Wir arbeiten ergänzend zum Spielplan unseres Hauses. Zu unseren Zielgruppen zählen nicht nur das junge Publikum, sondern auch die Pädagoginnen und Pädagogen aus verschiedenen Einrichtungen. Unsere theaterpädagogische Arbeit versteht sich als inklusiv und richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen.
Unser Kooperationspartner ist der Integrationskindergarten an der Auenstraße, gleich bei uns in der Nähe.
Unser Konzept:
Das inklusive Praxisprojekt ist ein zentraler Punkt in der Zusammenarbeit und richtet sich an alle Kinder der Einrichtung. Im Fokus stehen Bewegung, Musik, Klänge und Natur. Gemeinsam mit den Kindern wollen wir auf eine ästhetische Forschungsreise gehen, um die Klänge des Waldes zu erkunden.
Wie klingt ein Wald, ein Baum, das Moos, die Rinde, die Früchte des Waldes? Kann man den Geruch des Waldes durch einen Klang darstellen? Dazu besuchen wir den Wald und sammeln auch Samen, Rinde, Holz, u.v.m., um unserer Forschungsreise auch haptisch und optisch Ausdruck zu verleihen und festzuhalten. Wir wollen erkunden wie die einzelnen Lebewesen ihren Lebensraum wahrnehmen. Wie erlebt ein Baum seinen Tag im Wald? Welche Perspektive eröffnet sich einer Ameise auf Futtersuche? Welche Tiere sind im Wald zu hören? Wie bewegen sich die Tiere durch ihren Lebensraum? Wie klingt Regen für einen Regenwurm und wie erlebt das ein Käfer? Das sollen die Kinder empathisch in Bewegungen übersetzen. Aus den gesammelten Dingen wollen wir unsere Klangschnecke bestücken.
Diese Schnecke ist aus Metall gefertigt und folgt der Form einer horizontalen Spirale in Greifhöhe der Kinder. Die Klangschnecke ist mobil konzipiert und kann optimaler Weise sowohl im Außenbereich der Kita als auch in einem Innenraum aufgestellt werden. Die Kinder können mit den Gegenständen wie zum Beispiel einer Rassel mit Eicheln oder einem Holzmobile Klänge erzeugen. Auch die eigene Stimme kann ergänzend genutzt werden. Aus den Klängen ergibt sich ein Rhythmus und daran können sich die Bewegungen orientieren, die bereits gefunden wurden. Auch neue Bewegungsmuster können und sollen sich ergeben. Die Reise ist das Ziel des Praxisprojekts.
Als Rahmung bieten sich Themen wie die vier Jahreszeiten oder die vier Elemente an. Analog zu den vier Kitagruppen kann sich so jede Gruppe mit einem Aspekt identifizieren und eine besondere Bindung aufbauen. Aufgrund der ständigen Anwesenheit der Klangschnecke kann diese stetig wachsen und sich verändern. Die Kinder erwecken die Klangschnecke durch Ihr Tun zum Leben und werden selbst Teil unseres „TheaterKlangWaldes“. Im gesamten Projekt steht die Partizipation, die Inklusion, die Erfahrung der Selbstwirksamkeit, die Entdeckung der eigenen Kreativität, die Wahrnehmungsschulung in Bezug auf die eigene Person sowie den eigenen Körper, kulturelle Teilhabe, die ästhetische und kulturelle Bildung im Fokus unserer Arbeit. Es geht auch um die Wertschätzung unseres Lebensraumes und um die empathische Teilhabe daran. Ergänzend besuchen die Kinder Vorstellungen des Staatstheaters am Gärtnerplatz und lernen das Theater von allen Seiten kennen. Dazu gehören auch Führungen durch den Backstagebereich und Nachgespräche mit Künstlerinnen und Künstlern. Theater soll zu einem Teil ihres Alltags werden und einfach Teil des Lebens werden – von Anfang an!
Das ist bisher passiert:
- Wir lernen uns kennen: Zukunftswerkstatt, Workshop und Führung für die Erwachsenen
- Tanz-Workshops zum Kennenlernen mit den Kindern ((Foto – da gibt es einen Link zu Instagram-Video ohne Kinder))
https://www.instagram.com/p/CuaO09oIcM-/?hl=de - Sommerfest im Kindergarten, Vorstellung „Die Raupe Nimmersatt“ – ein Kindergartenjahr geht zu Ende.
- Elternabend: wir berichten von unserem Projekt
- Die Klangschnecke wird geliefert und wurde bei uns im Theater angefertigt!
- Die Kinder waren bei uns im Foyer und haben die Produktion »Der Baum der Erinnerung« gesehen.
- Die Kinder bereiten sich auf das Konzert »Das kleine Ich-bin-ich« vor: es gibt Workshops und die Geschichte um das kleine bunte Tier auf der Suche nach seiner/ihrer Identität wird genau erforscht.
- Besuch des Konzerts
- Ich bin Theater.Kita KIND! Turnsäckchen – Übergabe am 12.4. an die Kinder
- Regelmäßige Besuche im Kindergarten von Laura Nerbl, Andreas Gräbe und Marina Kolmeder
- Aufführung bei uns im Foyer „Fremde werden Freunde“