»Von Freude und Traurigkeit«
Der junge Reynaldo Hahn erhielt seine musikalische Ausbildung am Pariser Konservatorium unter anderem bei Jules Massenet. Der samtig und fließend gestaltete Charakter seines Klavierquartetts Nr. 3 G-Dur ist typisch für Hahns lyrischen Kompositionsstil und lässt die enge Verwandtschaft zu den Werken seines Lehrers Massenet durchscheinen.
Im Januar 1891 lernte Johannes Brahms den Solo-Klarinettisten des Meininger Hoforchesters, Richard Mühlfeld, kennen und entwickelte zu diesem binnen kürzester Zeit eine innige Freundschaft. In dieser gegenseitigen Wertschätzung der beiden Musiker ist auch der Grund für das ausgeprägte Interesse des Komponisten an der Klarinette in seinen letzten Lebens- und Schaffensjahren zu sehen. Sein Quintett für Klarinette und Streichquartett in h-Moll op. 115 lebt dabei weit weniger von den selbstständigen Einzelstimmen als von einer klanglichen Homogenität, innerhalb derer die Klarinette einen besonderen Farbwert darstellt.
Besetzung
Reynaldo Hahn
Klavierquartett Nr. 3 G-Dur
Allegretto moderato – Allegro assai – Andante – Allegro assai
Birgit Seifart Violine
Dorothea Galler Viola
Franz Lichtenstern Violoncello
Anke Schwabe Klavier
Johannes Brahms
Quintett für Klarinette und Streichquartett h-Moll op. 115
Allegro – Adagio – Andantino, Presto non assai ma con sentimento – Con moto
Michael Meinel Klarinette
Kumiko Yamauchi, Birgit Seifart Violine
Dorothea Galler Viola
Franz Lichtenstern Violoncello