Richard Strauss
Das erste Orchesterkonzert der Spielzeit widmet sich ausschließlich dem gebürtigen Münchner Richard Strauss und zeichnet seine stilistische Entwicklung nach. »Metamorphosen für 23 Streicher« war sein letztes großes Orchesterwerk, das er, erschüttert von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs, als resignative Trauermusik schrieb. Aus seiner letzten Oper »Capriccio« stammt die hinreißende Mondscheinmusik voll verträumt-sehnsuchtsvoller Schönheit. Der berühmte »Tanz der sieben Schleier« aus »Salome« zeigt Strauss auf dem Höhepunkt seiner kompositorischen Innovationskraft, die 1905 den damals Vierzigjährigen endgültig in die Liga der Komponisten von Weltrang katapultierte. Die großdimensionierte Tondichtung »Don Quixote« erzählt opulent orchestriert die Abenteuer von Cervantesʼ Ritter von der traurigen Gestalt, den Strauss durch den brillanten Solopart des Violoncellos darstellen lässt. Straussʼ Orchestrierungskunst und sein kompositorischer Witz vereinen sich zu einem Meisterwerk der sinfonischen Erzählung.
Richard Strauss
Metamorphosen für Streicher (1945)
Mondscheinmusik aus »Capriccio« (1942)
Tanz der sieben Schleier aus »Salome« (1905)
»Don Quixote« (1897)