memento mori
Ballett in zwei Teilen
Uraufführung
»Requiem« von Karl Alfred Schreiner
Musik von Luigi Cherubini: Requiem c-Moll für gemischten Chor und Orchester
»Stabat mater« von Edward Clug
Musik von Giovanni Battista Pergolesi: Stabat mater f-Moll für Sopran, Alt, Streicher und Basso continuo
Premiere am 06.07.2013 in der Reithalle
105 Minuten, eine Pause
Seit der Geburt nähern wir uns dem Tod, doch was bedeutet dieses Sterben in gesell-schaftlicher Dimension? Verfall und Dekadenz, Lustspiel und Intrige, Macht und ihre verführerischen, tödlichen Folgen reihen sich zu einem Totentanz, der doch das Leben zelebriert. Wenn die Mächtigsten der Mächtigen ganze Völker zu ihrem Spielball werden lassen, die Spirale des Verfalls nicht mehr zu stoppen ist, dann steht irgendwann urplötzlich der Tod vor uns und reibt sich die Hände. Oder nein: Er beginnt zu tanzen, wiegt sich im Takt und spielt noch einmal auf zum großen, infernalisch-heißen Reigen der Sünder …
Wenn sie im Tanz sich mit dem Liebsten wiegen,
Sind sie wie Schlangen, die ihn eng umschmiegen.
Paul Heyse
Gomorrha
Das Feuer schleicht in den Gassen
Mit leisem Raubtiertritt,
Die schönen Töchter, die blassen,
Vernehmen nicht seinen Schritt.
Sie ruh’n auf weichen Fellen,
Müd’ von Gelagen und Tanz,
Vom Trank aus verbot’nen Quellen,
Von wilder Opfer Glanz.
Sie träumen von dunklen Freuden,
Von heimlicher Harfen Klang,
Von königlichem Vergeuden,
Und lachendem Überschwang.
Sie träumen von Cherubsflügeln –
Da stoßen die Wächter ins Horn,
Rot über Straßen und Hügeln
Lodert Jehovas Zorn.
Maria Janitschek
Besetzung
»Requiem«
Chor und Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz
»Stabat mater«
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz