»La Resurrezione - Die Auferstehung«

Barock-Konzert

Oratorium in zwei Teilen, HWV 47.

Musik von Georg Friedrich Händel, Libretto von Carlo Sigismondo Capece

125 Minuten

Licht durchbricht die Dunkelheit, Licht erhellt selbst die Nacht der Hölle, bringt dem Fragenden Erkenntnis, dem Gläubigen Erleuchtung. Luzifer beklagt und wehrt sich gegen die einbrechende Helligkeit am Vorabend von Jesu Auferstehung. Es entspinnt sich ein Disput zwischen dem Teufel und einem Engel. Christi Tod bedeutet nicht ewige Nacht, sondern steht am Beginn eines großen Heilswerkes. Maria Magdalena, der Apostel Johannes und Maria Kleophae trauern um den Verstorbenen, bevor das Erzittern der Erde das Licht der Auferstehung ankündigt.

Das göttliche Licht steht im Zentrum des Oratoriums »La Resurrezione« (it.: »Die Auferstehung«), das der erst 23-jährige Georg Friedrich Händel 1708 für den Ostersonntag in Rom komponierte. Die aufwändig ausgestatteten Aufführungen des Werkes fanden in einem privaten Rahmen statt, da Papst Clemens XI. dergleichen Darbietungen nicht goutierte. Und trotz des exklusiven Rahmens stieß man sich daran, dass mit Margherita Durastante eine Frau das Sängerensemble bereicherte und das Werk im Allgemeinen – musikalisch wie dramaturgisch – eher einer Oper als einem Oratorium glich.

Dieser müßigen Diskussionen ledig lässt Marco Comin mit Solisten und dem Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz das Licht dieses gleichsam philosophischen wie tief emotionalen Oratoriums neu erstrahlen.

Besetzung

Musikalische Leitung Marco Comin

Solisten
Csilla Csövari 
(Angelo)
Pavel Kudinov 
(Lucifero)
Mary Ellen Nesi 
(Maddalena)
Patrizia Scivoletto 
(Cleofe)
Adrian Strooper 
(S. Giovanni)

Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz