Kammerkonzerte 2013/14

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Zum Beginn der Spielzeit laden wir zu einem Konzert ein, das mit einem Programm aus reinen Streicherbesetzungen von Duo über Trio bis zum Quartett die reichen Ausdrucksmöglichkeiten der Streichinstrumente über mehrere Stilepochen zeigt: aus dem Rokoko die große konzertante Form in kleiner Besetzung von Mozart, aus der deutschen Romantik die komplexe Klangwelt des Meisters der Polyphonie Max Reger, aus dem 20. Jahrhundert das den Opfern des Faschismus gewidmete Quartett von Schostakowitsch.

Nicht nur hinsichtlich der Anzahl der Mitspieler steigern sich die vorgetragenen Kompositionen – auch die Identifizierung der Komponisten mit den von ihnen geschaffenen Werken nimmt zu: Während Wolfgang Amadeus Mozart das Duo KV 424 stellvertretend für den erkrankten Michael Haydn komponierte, unter dessen Namen es schließlich bei seinen Auftraggebern eingereicht wurde, betrachtete Max Reger sein Streichtrio op. 141b als Produkt seiner individuellen künstlerischen Schöpferkraft. Dmitri Schostakowitsch schuf mit seinem 8. Streichquartett sogar ein stark autobiografisch geprägtes Werk – klingender Ausdruck seines Spannungsverhältnisses zum Sowjetregime.

Erleben Sie an einem spannenden Vormittag, wie verschiedenartig die gleichen Instrumente klingen können!

Programm
Wolfgang Amadeus Mozart Duo für Violine und Viola B-Dur KV 424
Max Reger Streichtrio d-Moll op. 141b
Dmitri Schostakowitsch Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110

Besetzung


Duo: Katarzyna Reifur, Violine und Eun-Young Park, Viola
Trio: Katja Lämmermann, Violine, Dorothea Galler, Viola und Hans-Peter Besig, Violoncello
Quartett: Katarzyna Woznica und Birgit Seifart, Violine, Eun-Young Park, Viola und Hans-Peter Besig, Violoncello