Solist
Lukas Enoch Lemcke
Lukas Enoch Lemcke stammt aus Regensburg und erhielt seine erste Ausbildung u. a. bei den Regensburger Domspatzen sowie bei dem Tenor Brent Lee Damkier. 2017 begann er im Vorbereitungslehrgang an der Privatuniversität der Stadt Wien für Musik und Kunst bei Manfred Equiluz zu studieren, 2022 schloss er dort den Bachelor mit »summa cum laude“ ab. Es folgte ein Masterstudiengang bei Karlheinz Hanser an der Universität für Musik und darstellende Kunst, ebenfalls in Wien. Musikalische Impulse erhielt er darüber hinaus von Helga Mayer-Wagner, Helge Dorsch, Christiane Iven, KS René Pape, KS Evgeny Nesterenko, Michael Kraus, Andrea Mastroni, Justus Zeyen und Helmut Deutsch.
Auf der Konzertbühne war er in der »Missa Nativitatis Domini« von J.D. Zelenka, der »Messa di Gloria« von Pietro Mascagni, Schuberts »Messe in B-Dur« sowie in Konstanz in der Titelpartie von Mendelssohns »Paulus« mit dem Sinfonischen Chor Konstanz, mit Bachs »Weihnachtsoratorium«, der »Matthäuspassion« (Worte Jesu) und Beethovens Neunter Sinfonie bei den Tiroler Festspielen Erl zu erleben. In Erl war er außerdem gleich in mehreren szenischen Produktionen zu hören: als 2. Gralsritter in »Parsifal« unter Asher Fisch neben Jonas Kaufmann in der Titelrolle, als Marchese d’Obigny in »La traviata« und als Conte Ceprano in »Rigoletto«.
Liederabende führten ihn u.a. nach Wien, Regensburg und ins Breisgau sowie in den Vatikan und zum Festival Hohe Tauern in Mittersill mit Justus Zeyen am Klavier. In seinem Debüt bei der Schubertiade in Hohenems präsentierte er gemeinsam mit Helmut Deutsch Lieder von Schubert, Wolf und Loewe. Gemeinsam mit dem Pianisten Manfred Schiebel veröffentlichte er 2024 seine erste CD mit Kunstliedern von Schubert, Loewe, Wolf und R. Strauss unter dem Label Preiser Classics.
Im März 2024 gab er als Sarastro sein Hausdebüt am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Ebenfalls in der »Zauberflöte« war er auch bei den Opernfestspielen Saarpolygon zu erleben. 2021/22 debütierte er an der Wiener Staatsoper und sang dort inzwischen in mehreren Produktionen, u.a. in Monteverdis »Il ritorno d’Ulisse in patria« und in der Titelpartie von Ludger Vollmers Oper »Tschick«.
Im Oktober 2022 wurde Lukas Enoch Lemcke bei der Feier anlässlich ihres 25. Jubiläums mit der Gottlob-Frick-Medaille ausgezeichnet und eröffnete den Festakt musikalisch. Im Jahr 2023 war er Preisträger des Ada Sari Wettbewerbs und erreichte den 2. Platz des Anneliese Rothenberger Wettbewerbs.
Seit der Spielzeit 2023/24 ist er Ensemblemitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz und war dort inzwischen in Rollen wie Sarastro (»Die Zauberflöte«), Alidoro (»La Cenerentola«), Prof. Würmchen (»Der Vogelhändler«) und Bogdanowitsch (»Die lustige Witwe«), Leporello (»Don Giovanni«), Zuniga (»Carmen«), Antonio in der Uraufführung von Johanna Doderers »Der tollste Tag«, Herr Schlendrian (»Kaffeekantate«), Skula (»Fürst Igor«) und Dottore Grenvil (»La traviata«) zu erleben.