Komponist
Leonhard Kuhn
Leonhard Kuhn studierte Jazz-Gitarre bei Peter OʼMara und Jazz-Komposition bei Gregor Hübner an der Hochschule für Musik und Theater München sowie Mathematik an der Ludwig-Maximilians-Universität. Durch sein Mathematikstudium kam er zum Programmieren und zur elektronischen Musik. Workshops besuchte er bei Daniel Schnyder, Richie Beirach und Elliott Sharp. Er veröffentlichte Alben beim Jazz-Label Enja mit seinem Trio und als Teil der Monika Roscher Bigband. Seit 2014 ist er Komponist und Arrangeur der Jazzrausch Bigband, die das Genre »Techno-Jazz« entwickelt hat und bei Act Music veröffentlicht. Mit dieser Gruppe tritt er international auf und spielt regelmäßig Konzerte in München.
Als Komponist arbeitete Leonhard Kuhn auch mit Ensembles wie der Jungen Deutschen Philharmonie und den Münchner Symphonikern. Seit langem beschäftigt er sich überdies mit Tanz und Performance. So arbeitete er intensiv mit der Choreografin Cristina DʼAlberto zusammen und komponierte elektronische Soundkonzepte zu ihren Performances. Für das Arcis Collective komponierte er Kammermusik und Musik zu Choreografien von Roberta Pisu. 2021 komponierte er die Musik für eine Neuproduktion von George Orwells Roman »1984«. Seine elektronische Komposition verarbeitete dabei auch eigene Daten algorithmisch. Als Teil des Sonic Art Collective programmiert und musiziert er mit einem Kostüm aus Sensoren.
2021 wurde Leonhard Kuhn mit dem »Förderpreis Musik« der Landeshauptstadt München ausgezeichnet.