Heike Vollmer
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Bühnenbild

Heike Vollmer

Heike Vollmer stammt aus Niedersachsen und lebt in Berlin. Sie studierte Literaturwissenschaften sowie Kostüm- und anschließend Bühnenbild an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Raimund Bauer. Ihre künstlerische Laufbahn begann Heike Vollmer als Assistentin am Berliner Ensemble, wo sie u.a. mit Claus Peymann, George Tabori, Achim Freyer, Karl-Ernst Herrmann, Ulrike Ottinger und Jörg Immendorf zusammenarbeitete.

Als freiberufliche Bühnenbildnerin gestaltete sie eine Vielzahl von Produktionen in Deutschland, Europa und den USA. Erste Stationen als Bühnenbildnerin waren u. a. das Berliner Ensemble, die Ruhrfestspiele Recklinghausen, die Staatstheater Braunschweig und Karlsruhe, das Theater Magdeburg, das Landestheater Linz und die Bühnen Bern. In Osteuropa realisierte sie in den Jahren 2010/11 mit dem ungarischen Regisseur György Vidovsky »East Balkan« von István Tasnádi und »The Wave« nach Morton Rhue am Bárka Shinház in Budapest. Im Jahr 2018 folgte am Teatrul Național Tirgu Mureș Rumänien »Lord of the Flies« nach William Golding. Mit dem Regisseur Thomas Dannemann entwickelte Heike Vollmer mehrfach Schauspielproduktionen u. a. »Romulus der Große« von Friedrich Dürrenmatt (DNT Weimar, 2015) und »Zersplittert« von Alexandra Badea (Staatsschauspiel Hannover, 2016).

Eine längere Zusammenarbeit verband Heike Vollmer mit dem Regisseur Philipp Stölzl. Gemeinsam erarbeiteten sie in den Jahren 2013 bis 2023 zahlreiche Schauspiel- und Opernproduktionen: »Frankenstein« nach Mary Shelley (Theater Basel, 2014), »Cavalleria Rusticana / Pagliacci« von Mascagni und Leoncavallo (Salzburger Osterfestspiele, 2015 / Dresdner Semperoper, 2016) sowie Gounods »Faust« (Deutsche Oper Berlin, 2015 / Aalto Musiktheater Essen, 2016), »Der Phantast« (Staatsschauspiel Dresden, 2017), »Andrea Chénier« (Bayerische Staatsoper, 2017), »Frankenstein« (Staatsoper Hamburg, 2018), »Andersens Erzählungen« (Theater Basel, 2019). Im Jahr 2019 folgte die gemeinsame Produktion von »Rigoletto« für die Bregenzer Festspiele und im Juni 2023 »Rusalka« von Antonín Dvořák (Dutch National Opera Amsterdam).

In der Spielzeit 2021/22 konzipierte sie mit der Künstlergruppe Kommando Himmelfahrt (Thomas Fiedler, Jan Dvořák und Julia Warnemünde) Carl Maria von Webers »Der Freischütz« (Nationaltheater Mannheim) und 2022/23 »Wozzeck« von Alban Berg (Oper Aachen). Mit dem Regisseur Philipp M. Krenn erarbeitete sie 2023/24 an der Oper Graz die österreichische Erstaufführung der Oper »Schlaflos« von Péter Eötvös. Bei den Tiroler Festspielen Erl folgte 2024/25 Richard Wagners »Parsifal«.

In Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan entstand in der Spielzeit 2021/22 »Tosca« sowie 2023/24 »Orpheus in der Unterwelt« von Jacques Offenbach an der Oper Dortmund. 2024 folgte Wolfgang Amadeus Mozarts »Die Zauberflöte« in Cleveland/Ohio (USA) mit dem Cleveland Orchestra unter der Leitung von Franz Welser-Möst. In 2025 realisierten sie gemeinsam die Operette »Wiener Blut« von Johann Strauss in Wien im Schlosstheater Schönbrunn und am Aalto Musiktheater Essen.

Gemeinsame zukünftige Projekte führen sie 2026/27 mit Giuseppe Verdis »Un Ballo in Maschera« an die Wiener Staatsoper und 2027/28 an die Dutch National Opera Amsterdam.

In der Spielzeit 2024/25 realisierte Heike Vollmer zusammen mit der Regisseurin Andrea Moses die Uraufführung »Adam & Eva« nach Peter Hacks von Mike Svoboda für die Schwetzinger Festspiele, in Koproduktion mit dem Neuen Musiktheater Linz. In der Spielzeit 2026/27 folgt Henry Purcells »Dido und Aeneas« (Staatstheater Wiesbaden).

Im Januar 2026 realisierte Heike Vollmer mit der Künstlerin und Filmemacherin Shirin Neshat »Orfeo ed Euridice« von Christoph Willibald Gluck am Teatro Regio di Parma.

Für ihre experimentelle Arbeit in digitalen Formaten erhielt Heike Vollmer 2021 ein Arbeits‑ und Recherche-Stipendium der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Für die technischen Leistungen des Bühnenbildes von »Rigoletto« bei den Bregenzer Festspielen erhielt die Produktion 2020 den »OPUS – Deutscher Bühnenpreis«.

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