nach oben
Navigation überspringen

Proben-BLOG FRAU SCHINDLER


Generalprobe FRAU SCHINDLER
Thomas Morse und Kenneth Cazan auf der Bühne in der Reithalle
Instrumente, Kostüme, Requisiten stehen backstage bereit
Kenneth Cazan, Kevin Knight und Katerina Hebelková bei Proben in der Reithalle
Proben in der Reithalle
Proben in der Reithalle
Proben in der Reithalle
Proben in der Reithalle
Regisseur Kenneth Cazan bei den Proben
Proben in der Reithalle
Kevin Knight bei der Bauprobe von FRAU SCHINDLER
Bühnenmodell von Kevin Knight
Ein Blick in die Partitur des Gebetslieds
Orchesterprobe in der Reithalle
Hauptprobe FRAU SCHINDLER
Hauptprobe FRAU SCHINDLER
Das FRAU SCHINDLER Bühnenbild
Die Schindler-Fabrik in Brünnlitz, Tschechien ©Thomas Morse
Thomas Morse, Andreas Kowalewitz, Kenneth Cazan
Partitur, 1. Seite
Katerina Hebelková (Emilie Schindler) und Regisseur Kenneth Cazan bei der Probe
Thomas Morse
Hashtag in den sozialen Medien: #FrauSchindler

Hashtag in den sozialen Medien: #FrauSchindler


»Ich bin sicher, dass noch viele Abenteuer vor uns liegen«
09.03.2017

Heute ist der Tag unserer Uraufführung von FRAU SCHINDLER. Dies ist der Moment, den ich viele, viele Jahre lang herbeigesehnt habe. Hier sind wir am Ende einer langen Reise, und zugleich am Beginn von etwas Neuem. Bis heute wusste ich nicht, dass ich ein derart breites Spektrum an Emotionen zugleich empfinden kann. Für die überaus große Unterstützung, die FRAU SCHINDLER von den äußerst talentierten Mitarbeitern des Gärtnerplatztheaters erfahren hat, bin ich so dankbar. Wie ein Kind, das man hinaus in die große weite Welt entlässt, wird die Oper von nun an ein eigenes Leben führen.

FRAU SCHINDLER Trailer:

(Zur Stückeinführung)

Seit heute ist mir vielleicht zum ersten Mal der Grund dafür bewusst, warum ich die Person Emilie Schindler so inspirierend finde: Es ist ihre Fähigkeit, als ganz gewöhnlicher Mensch etwas Außergewöhnliches zu leisten. Doch überall um uns herum sind Helden wie Emilie, die nicht immer die Wertschätzung erfahren, die sie verdienen. Diese sind Lehrer, Ehrenamtliche, medizinische Fachleute, Polizisten, Sozialarbeiter, Feuerwehrleute oder Wohltätigkeitsarbeiter, um nur einige zu nennen. Es sind Menschen, deren Tun jeden Tag über die alltägliche Pflichterfüllung hinausreicht. Nicht weil sie müssen, sondern weil sie das Richtige für die Menschheit tun wollen. Wie großartig ist es, wenn man auf solche »echten« Helden trifft. Sie sind es, denen ich meine Arbeit widme.

Ich bin sicher, dass noch viele Abenteuer vor uns liegen, wenn wir das Stück in den nächsten Tagen insgesamt sechsmal in der Reithalle aufführen, und ich hoffe, dass auch Sie in der Reithalle dabei sind – und auch am 14. März, wenn wir im NS-Dokumentationszentrum München eine Sonderveranstaltung haben werden, wo ich hoffe, mit Ihnen, liebes Publikum, ins Gespräch über Emilie Schindler zu kommen. Ich werde da sein und möchte Sie dazu einladen, »Hallo« zu sagen, wenn Sie möchten. Ihre Gedanken über die Oper sind mir sehr wichtig und ich hoffe, dass Sie sie mit mir teilen werden. Bis bald!

Premierenwoche
06.03.2017

Es ist Montag, und damit der erste Tag unserer Premierenwoche. Gestern hatten wir eine Einführungsmatinee zu FRAU SCHINDLER im Akademietheater. Es war eine Podiumsdiskussion, organisiert und moderiert von unserem Dramaturgen Daniel Schindler. Hierbei saß ich zusammen mit Kenneth Cazan, Kevin Knight und Andreas Kowalewitz an einem runden Tisch. Zusätzlich wurden Auszüge aus der Oper von unseren Solisten präsentiert, begleitet von Maestro Kowalewitz am Klavier. Es war eine spannende Veranstaltung, sehr gut besucht und wir alle hatten die Gelegenheit, die Zeit mit einem sehr wohlgestimmten Publikum zu verbringen.

Ich bin bei derlei Veranstaltungen stets recht selbstbewusst, vor allem in München, wo die Schindler-Geschichte eine ganz besondere, zusätzliche Bedeutungsebene besitzt. Als Amerikaner musste ich zunächst in »akademischer Weise« etwas über den 2. Weltkrieg aus europäischer Sicht lernen, da wir Amerikaner nicht so tief in der Materie verwurzelt sind wie beispielsweise die Deutschen. Allerdings habe ich FRAU SCHINDLER nicht mit dem Ziel geschrieben, irgendjemandem eine Geschichtsstunde zu erteilen. Das Stück erzählt schlichtweg eine Story über zwei Menschen, die nicht viel anders waren, als wir selbst es heute sind. Diese waren inmitten einer Situation gefangen, die letztlich eskalierte. Doch diese Eskalation ist keineswegs von einem Tag auf den anderen passiert, wie Sie sicherlich wissen. Oskar und Emilie Schindler reagierten auf die Umstände, die sich um sie herum abspielten. Und trotz der Tatsache, dass sie hierbei zuweilen auch einige »moralisch fragwürdige« Entscheidungen getroffen haben, so sind sie dennoch bis zum Schluss zwei ganz gewöhnliche Menschen geblieben, die 1.200 Leben gerettet haben.

Ich selbst lebe seit einigen Jahren in Deutschland, ziehe meine beiden Jungs in der Nähe von Berlin groß, in einer kleinen Stadt in Brandenburg, wo meine Frau als Lehrerin arbeitet. Ich sehe die Last, die dieses Land selbst heute noch an seinem historischen Erbe zu tragen hat. Doch jede Nation auf der Welt hat ihre eigenen »Geheimnisse«, und sie alle müssen lernen, mit den Sünden ihrer Vorfahren umzugehen. Kein Land ist schuldlos! Aber manche haben es (leider) geschafft, ihre eigene Vergangenheit zu trivialisieren. Zumindest in Deutschland geht man aber so ehrlich wie möglich mit der eigenen Vergangenheit um.

»Der vollkommenste Ort auf der Welt«
03.03.2017

Ich genieße es wirklich sehr, hier in München zu sein und die Stadt kennenzulernen. Ich habe ein Zimmer ganz in der Nähe des Gärtnerplatzes, daher ist es kein langer Spaziergang bis zum Viktualienmarkt. Was für ein wunderbarer Markt! Doch leider sind wir alle so sehr mit Proben beschäftigt, dass dafür nur wenig Zeit bleibt. Aber wie sagt man doch so schön: Das sind »gute Probleme«.

Unsere täglichen Proben in der Reithalle gestalten sich alles andere als eintönig. Jeden Tag blühen die Sänger in Ihren Rollen weiter auf und das immense Talent der Darsteller und Bühnencrew erstrahlt in immer stärkerem Licht. Heute Morgen gab es ein weiteres »Erstes Mal« für uns: Wir hatten den ersten Durchlauf durch die gesamte Oper, in »Echtzeit« und mit dem gesamten Orchester. In diesem Stadium der Produktion ist es äußerst wichtig, die Proben nicht andauernd zu unterbrechen, sondern sie stattdessen einfach »laufen zu lassen«, damit das Orchester und die Besetzung ein Gefühl für das korrekte »Timing« des Stückes bekommen können. Es ist jetzt noch genau eine Woche bis zu unserer Premiere und wir haben bereits jetzt ein sehr gutes Gefühl hinsichtlich dessen, was wir bislang geschafft haben.

Während ich die Darsteller heute beim Proben beobachtet habe, dachte ich an den enormen Popularitätszuwachs, den das Genre Oper gegenwärtig weltweit erfährt. Vielleicht hat dies damit zu tun, dass es immer schwieriger geworden ist, sicher zu wissen, was in unserer Welt noch »real« ist. Was gerade die Oper so wahrhaftig macht, ist, dass man in ihr nichts »verfälschen« kann. Es gibt keine Technik, um geschehene Fehler zu beheben, keinen »Zweiten Take«, keine leistungssteigernden Drogen. Ich glaube, dass diese Authentizität – die Tatsache, dass wir ganz darauf vertrauen können, was wir in einer Opernaufführung erleben – etwas sehr beruhigendes ausstrahlt. Ich kann sicher sagen, dass es sich, wenn wir jeden Tag in der Reithalle arbeiten, für mich anfühlt wie der vollkommenste Ort auf der Welt.

»Von der ergreifenden Wirkung des Dramas verführt«
01.03.2017

 Ich genieße es wirklich sehr, meinen Freund und Kollegen aus Los Angeles, Kenneth Cazan, dabei zu beobachten, wie er mit unserer talentierten Sängerbesetzung und allen weiteren Mitgliedern unseres Teams zusammenarbeitet. Er hat gemeinsam mit mir das Textbuch zu FRAU SCHINDLER geschrieben und ich muss sagen, dass Kenneths Rezitative (oder Dialoge) für Emilie besonders schön geworden sind. Als es Zeit war, die Musik zu komponieren, war deren emotionale Ehrlichkeit sehr inspirierend für mich. Und jetzt leitet Ken als Regisseur der Produktion unsere Proben. Mit 24 Hauptrollen, einem großen Chor (alle in Kostümen) sowie weiteren nicht singenden Darstellern ist es eine ausgesprochen herausfordernde Aufgabe, die Oper auf die Bühne zu bringen.

Ken arbeitet mit den Darstellern, um ihnen zu vermitteln, was ihr jeweiliger Charakter gerade durchlebt. Er »choreografiert« auch, wann und wo sich die Darsteller wie genau bewegen sollen. In den größeren Szenen, die sich vor allem im vorderen Teil der Bühne abspielen, schafft Ken unzählige Beziehungen und Interaktionen zwischen den vielen Charakteren im Hintergrund. Dies fügt dem Haupthandlungsstrang der Geschichte zusätzliche Tiefe und Textur hinzu und erhöht den Realismus. Auch nach jahrelanger Arbeit, um diese Oper zu kreieren und vielen Wochen, um sie zu proben, bin ich doch immer aufs Neue von der ergreifenden Wirkung des Dramas verführt.

In der Vorproduktion arbeitete Ken eng mit unserem Ausstatter Kevin Knight zusammen, um die Gestaltung der Bühne sowie der Kostüme zu begleiten. Die Bühne ist als Kreis mit einem rotierenden Ring im Inneren konstruiert. Dieser Ring wird von unserer Bühnencrew ferngesteuert und wird für Szenenwechsel verwendet. Zusätzlich gibt es große Mauern mit Fenstern darin, die von den Statisten auf der Bühne bewegt werden. Es ist wie das Innenleben eines Uhrwerks, bei dem alles punktgenau ineinandergreifen muss.

»Eine Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden«

Künstlergespräch mit Thomas Morse:

»Empfindsam und korrekt«
28.02.2017

Heute haben wir jene Teile der Oper geprobt, in denen ein Kantor vorkommt, der zwei Gebete auf Hebräisch singt. Der Kantor ist eine Figur innerhalb der Handlung. Er gehört zu den »Schindlerjuden« und seine Gebete finden in der Fabrik statt. Eben diese Gebete wurden von uns sehr sorgfältig und unter Mithilfe eines Rabbiners ausgewählt. Und unser Musikalischer Leiter Andreas Kowalewitz arbeitete mit einem echten Kantor zusammen, um die korrekte Art und Weise zu erzeugen, in der diese Gebete gesungen werden.

In der Partitur habe ich bewusst vermieden, eine Melodie für den Kantor zu schreiben, um dem Sänger die größtmögliche Flexibilität zu verleihen, seine Partie gesanglich zu gestalten. Ich habe nur den Text und einige Einsätze angegeben, dann die Orchester- und Choruntermalung ergänzt, über welche er hinwegsingt. Es war zweifellos sehr wichtig, dass dieses Element der Opernhandlung empfindsam und korrekt gestaltet wird, und mein Entschluss, dem Kantor die beschriebene Freiheit zu geben, war hierzu die beste Lösung. Mein herzlicher Dank gilt Maestro Kowalewitz für seine fantastische Arbeit an diesem Teil des Stückes.

Die Reithalle war heute Morgen ein sehr betriebsamer Ort. Normalerweise proben wir mit nur einem Pianisten, der eine »Reduktion« der Orchestermusik spielt. Aber heute war das volle Orchester bei unserer Probe anwesend und wir konnten dessen Leistung genau mit den Sängern abstimmen. Die Probenzeit mit dem Orchester ist stets sehr kostbar, so dass wir alle versuchten, sie bestmöglich zu nutzen.

Bis zu unserer Premiere sind es jetzt nur noch neun Tage …

»Was nicht mit Worten ausgedrückt werden kann«
27.02.2017

Vergangenen Freitag hatten wir unsere erste Abendprobe in der Reithalle. Die Darsteller waren in Kostüm und Maske, Bühnenbild und Requisiten waren vollständig vorhanden, und auch die Beleuchtung war mit dabei.

Es war sehr interessant die Entstehung des Lichtdesigns zu beobachten. Zwar werden die Scheinwerfer letztendlich von einem Computer gesteuert, zuvor aber von hochqualifizierten Künstlern »eingerichtet«. Dutzende Lichter tanzen und drehen sich wie Balletttänzer an der Decke. Die unendlichen Kombinationen von Farben und Intensitäten helfen uns, die emotionale Tiefe der Geschichte zu vermitteln.

Bei FRAU SCHINDLER nutzt Lichtdesigner Michael Heidinger die Bühne, um uns die Geschichte näherzubringen. Das Licht hilft uns dabei, ein Gefühl davon zu vermitteln, wie die Schindler-Fabrik damals als eine Art »isolierter Insel der Sicherheit« fungiert hat. Es hilft uns auch dabei zu verstehen, dass zuweilen zwei Szenen auf der Bühne gleichzeitig und doch an verschiedenen, weit voneinander entfernten Orten spielen können. Das Licht kann uns verraten, dass ein Charakter etwas anderes denkt, als er es in Worten sagt. Dies geht Hand in Hand mit meiner Musik, die ebenfalls vermittelt, was nicht mit Worten ausgedrückt werden kann.

Apropos Musik: Wie Sie wissen, handelt es sich bei FRAU SCHINDLER um eine brandneue Oper, die noch nie zuvor aufgeführt worden ist. Ich habe den letzten Abschnitt derselben (ein Zwischenspiel zwischen dem 1. und 2. Akt) erst vor wenigen Wochen komponiert. Da alle Elemente (Solisten, Chor, Orchester, Bühne, Requisiten, Kostüme und Beleuchtung) nun zusammenkommen, sehen wir etwas ganz Neues um uns herum entstehen. Dies wird vor allem in dieser Woche stattfinden, wenn die Sänger eng mit dem Chor und dem Orchester zusammenarbeiten werden. Die intime Atmosphäre der Reithalle schafft hierbei einen sehr kraftvollen Klang. Die Sänger haben mittlerweile auch ihre Rezitative und Arien soweit auswendig gelernt, dass sie nicht mehr auf die gedruckten Noten angewiesen sind. Die Musik derart verinnerlicht, sind sie nun frei genug, um eins mit den von ihnen verkörperten Charakteren zu werden.

IMAX-Oper
23.02.2017

Heute traf das Orchester in der Reithalle erstmals mit den Sängern zusammen. Wir spielten in einer sogenannten »Sitzprobe« einmal die ganze Oper durch. Die Sänger sangen dabei ihre Partien, jedoch im Sitzen anstatt hierbei in ihren Rollen zu agieren. Dies bot allen Beteiligten die Möglichkeit, einmal in »Echtzeit «ein Gefühl für das gesamte Stück zu bekommen.

Das Bühnenbild ist mittlerweile komplett eingerichtet und es ist wirklich etwas ganz Besonderes geworden. Kevin Knight, unser Bühnenbildner, wurde hierzu von Fotos inspiriert, die ich während meiner Recherchen in Brünnlitz von der originalen Schindler-Fabrik geschossen habe. Kevin war insbesondere von Bildern der originalen Fabrikfenster angetan. Diese stellen, als »transparente Barrieren« gegen die Freiheit, eine sehr passende Metapher dar. Ein Vergleich zwischen dem Bühnenbild von FRAU SCHINDLER und einigen meiner Fotos zeigt dies recht deutlich.

Während ich in der heutigen Sitzprobe in der achten Reihe der Reithalle sitze, erkenne ich zum ersten Mal, wie einzigartig ein Opernerlebnis an diesem Ort ist: Es gibt keine Barrieren zwischen den Darstellern und dem Publikum, sondern es ist ein ganzheitliches Erlebnis, wie ich es noch nie zuvor gesehen habe. »IMAX-Oper« sozusagen!

»Das ist es, worum es im Grunde geht«
22.02.2017

Der gestrige Morgen war alles andere als gewöhnlich. Ich kam im Orchesterprobenraum des Gärtnerplatztheaters an und traf zum ersten Mal mit unserem fantastischen Orchester zusammen, das von Maestro Andreas Kowalewitz geleitet wird.

Das Orchester begann zu stimmen (dieser unglaubliche Klang, wenn die Oboe ein »A« vorgibt und der Rest des Orchesters mit einstimmt). Nach drei Jahren des Komponierens sollte ich erstmals »Frau Schindler« von einem kompletten symphonischen Orchester gespielt hören.

Man sagt, Komponieren sei »der einsamste Beruf«. Das trifft in der Tat zu. Wochen lang und viele Nächte hindurch sitzt man allein im Dunkeln, schreibt und schreibt, um das höchste Maß der Vollkommenheit zu erreichen. Es gibt zwar viele Momente der erhabenen »künstlerischen Euphorie«, aber oft ist die Arbeit schlichtweg ermüdend. Was mich dennoch immer wieder bei der Sache hält, ist das Wissen, dass ich am Ende mit den Musikern arbeiten und die Musik mit einem Publikum teilen darf. Das ist es, worum es im Grunde geht.

Und so fing es an: Das Orchester begann zu spielen, und mir vertraute Motive, die Oskar und Emilie repräsentieren, erfüllten den Raum. Was lange Zeit nur Papier mit schwarzen Punkten darauf gewesen war, ist mit einem Mal lebendig geworden und atmet.

Ich höre, dass es gute Nachrichten aus der Reithalle gibt. Die Proben mit den Sängern gehen gut voran. Es ist keine leichte Oper und sie arbeiten sehr viel daran. Die Geschichte ist emotional komplex und es gibt viel »Dialoge«, oder um in den Begrifflichkeiten der Oper zu sprechen: »Rezitative«. Unser Regisseur Ken Cazan, der auch das Libretto mit mir geschrieben hat, hat mittlerweile die vollständige Inszenierung der Oper mit den Sängern erarbeitet. Jetzt können sie beginnen, einzelne Abschnitte zu wiederholen und sich dabei auf das Herz und nicht auf den Geist des Ganzen zu konzentrieren.

Ich frage mich, was der morgige Tag bringen wird?

»Das Leben ist manchmal eigenartig«
20.02.2017

Es ist mir eine überaus große Freude, mich Ihnen bei dieser Gelegenheit vorzustellen. Mein Name ist Thomas Morse und ich bin der Komponist der neuen Oper FRAU SCHINDLER, einer Auftragsarbeit für das Staatstheater am Gärtnerplatz. Da wir derzeit auf die Uraufführung am 9. März zusteuern (von heute an sind es nur noch 17 Tage!), werde ich hier von meinen Erfahrungen berichten, wie wir alle gemeinsam daran arbeiten, die Oper zum Leben zu erwecken.

Ich erinnere mich daran, als ich mich erstmals für die Geschichte von Emilie Schindler zu interessieren begann, wie ich im Internet auf ein Online-Interview mit ihr stieß. Das Interview zu lesen war zunächst keine große Sache für mich, aber es sollte der erste von tausenden und abertausenden kleiner Schritte sein, die uns letztlich zu unserer Premiere führen sollten. Das Leben ist manchmal eigenartig.

Der Großteil meiner beruflichen Laufbahn spielte sich bisher vor allem in Los Angeles ab, wo ich als Komponist von Filmmusiken gearbeitet habe. Zu sehen und mitzuerleben, wie meine Oper von einem erstklassigen Theater mit herausragenden Darstellern realisiert wird, ist eine ganz besondere und neue Erfahrung für mich.

Ich möchte Sie einladen, mich während unserer Endproben auf dieser Reise zu begleiten. Die Zeit, die vor uns liegt wird sicherlich noch so manche Überraschung bereithalten. Ich werde in diesem Blog regelmäßig darüber berichten. Stay tuned!

 

Thomas Morse auf youtube und facebook
#FrauSchindler auf twitter

Generalprobe FRAU SCHINDLER
© Christian POGO Zach
Thomas Morse und Kenneth Cazan auf der Bühne in der Reithalle
© Christian POGO Zach
Instrumente, Kostüme, Requisiten stehen backstage bereit
© Christian POGO Zach
Kenneth Cazan, Kevin Knight und Katerina Hebelková bei Proben in der Reithalle
© Christian POGO Zach
Proben in der Reithalle
© Christian POGO Zach
Proben in der Reithalle
© Christian POGO Zach
Proben in der Reithalle
© Christian POGO Zach
Proben in der Reithalle
Regisseur Kenneth Cazan bei den Proben
© Christian POGO Zach
Proben in der Reithalle
© Christian POGO Zach
Kevin Knight bei der Bauprobe von FRAU SCHINDLER
Bühnenmodell von Kevin Knight
Ein Blick in die Partitur des Gebetslieds
Orchesterprobe in der Reithalle
Hauptprobe FRAU SCHINDLER
© Christian POGO Zach
Hauptprobe FRAU SCHINDLER
© Christian POGO Zach
Das FRAU SCHINDLER Bühnenbild
© Meike Ebert
Die Schindler-Fabrik in Brünnlitz, Tschechien ©Thomas Morse
Thomas Morse, Andreas Kowalewitz, Kenneth Cazan
© Christian POGO Zach
Partitur, 1. Seite
Katerina Hebelková (Emilie Schindler) und Regisseur Kenneth Cazan bei der Probe
© Christian POGO Zach
Thomas Morse
© Christian POGO Zach
Hashtag in den sozialen Medien: #FrauSchindler