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Sinfonisches Konzert

Sinfonisches Konzert


Musikalische LeitungJohannes Klumpp

Cuvilliéstheater

Sinfonisches Konzert
© Christian POGO Zach


Inhalt

Der erst 16-jährige Wolfgang Amadeus Mozart schrieb die Sinfonie Nr. 17 in G-Dur (KV 129)  1772 im Rahmen einer sechsteiligen Sinfoniegruppe, bei der er  offenbar versuchte, seine Erfahrungen mit der Gattung in Hinblick auf formale Experimente und originelle Ausdrucksnuancen zusammenzufassen. Auch Stileigenarten verschiedener Vorbilder lassen sich erkennen, vor allem von Johann Christian Bach und Joseph Haydn. Alfred Einstein beschreibt den ersten Satz daher als einen »Rückfall«, der »unter Johann Christians Einfluss schon in London oder Haag geschrieben sein könnte«, lobt aber die anderen Sätze, die »bereits Haydnschen Geist atmen«. Der Großteil der über fünfzig Sinfonien, die Mozart komponiert hat, entstand vor 1774 und steht leider bis heute deutlich im Schatten der späteren Sinfonien Mozarts.

Johann Christian Bach, der jüngste Sohn von Johann Sebastian Bach, erreichte vor allem durch seine Opern internationales Ansehen, erwies sich jedoch auch in seinen Orchesterwerken als ein wichtiger Repräsentant des vorklassischen Stils. Trotz seiner Verdienste geriet er nach seinem Tod schnell in Vergessenheit und erreichte auch nach seiner Wiederentdeckung im 19. Jahrhundert nicht mehr die zu Lebzeiten genossene Popularität. Die Sinfonietta Nr. 1 in A-Dur ist eine von dreien, die er in seiner Londoner Zeit zwischen 1962 und 1972 komponierte. In ihr lässt sich die für Bach typische Synthese vom »gründlichen Satz« der Deutschen mit der Melodiösität der Italiener erkennen.

Die Bezeichnung »Trauersinfonie« der Sinfonie Nr. 44 in e-Moll stammt wohl nicht von Joseph Haydn selbst, sondern geht vermutlich auf dessen Wunsch zurück, das »Adagio« daraus auf seinem Begräbnis zu spielen. Das Werk aus dem Jahre 1772 ist die erste von vier Moll-Sinfonien der 1770er Jahre und verbindet den verhalten-emotionalen Charakter der barocken Kirchensonate mit dem sinfonischen Prinzip. Von der Existenz des Cellokonzerts Nr. 1 in C-Dur Hob. VIIb: 1 wusste man lange Zeit nur aus Haydns eigenhändigem Entwurfskatalog. Erst 1961 wurde eine Stimmenabschrift in Prag gefunden, nach der eine Partitur rekonstruiert wurde. Entstanden ist es demnach vermutlich zwischen 1762 und 1765 für den Cellisten der Eisenstädter Hofkapelle Joseph Weigl.

Hinter dem Titel »Lieder ohne Worte« verbergen sich 48 lyrische Klavierstücke von Felix Mendelssohn Bartholdy. Der 1956 geborene Komponist und Arrangeur Andreas N. Tarkmann hat sieben davon für Solo-Oboe und Streichorchester bearbeitet. In den Liedern erklingen gesangliche Melodien über durchgängige Begleitformeln, so unter anderem auch beim »Venetianischen Gondellied« (op. 30 Nr. 6) und dem sogenannten »Wiegenlied«  (op. 67 Nr. 6). Ihr Erzählton, ihre Sprachlichkeit, ihre leicht fassliche und lyrische Melodik sowie die klare Form der Lieder prägen sich tief in das Gedächtnis des Hörers ein.

Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 17 G-Dur KV 129
Johann Christian Bach Sinfonietta Nr. 1 in A-Dur
Joseph Haydn Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 C-Dur Hob VIIb:1
Felix Mendelssohn Bartholdy »Lieder ohne Worte«
Sieben Sätze bearbeitet für Solo-Oboe und Streichorchester
Joseph Haydn Sinfonie Nr. 44 e-Moll Hob. I »Trauersinfonie«

Regieteam / Besetzung

Musikalische Leitung Johannes Klumpp
Oboe Robert Sailer
Violoncello David Pia

Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

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© Christian POGO Zach

Vorstellungstermine

Vorstellungstermine

So. 27. November 2016 19.00 Uhr