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Wilfried Hiller


Komponist

Wilfried Hiller wurde 1941 im schwäbischen Weißenhorn geboren. Nach einem Klavierstudium am Augsburger Konservatorium arbeitete er zunächst als Organist und Ballettrepetitor, bevor er an der Münchner Musikhochschule Komposition, Opernregie, Schlagzeug sowie Musiktheorie studierte. Ab 1967 war Hiller als Schlagzeuger u. a. an der Bayerischen Staatsoper und am Gärtnerplatztheater engagiert. 1968 gründete er die Konzertreihe »musik unserer zeit«, aus der 1981 die »Münchner Musiknächte« hervorgingen, weiters war er Musikredakteur beim Bayerischen Rundfunk, Dozent an der Münchner Musikhochschule und Kompositionslehrer am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium.

Künstlerisch arbeitete Hiller bis zu dessen Tod 1982 eng mit Carl Orff zusammen. Ab 1978 gaben ihm die gemeinsamen Musiktheater-Projekte mit Michael Ende wichtige künstlerische Impulse.  Aus der Zusammenarbeit entstanden Stücke wie »Vier musikalische Fabeln«, »Der Goggolori« (Uraufführung 1985 am Gärtnerplatztheater), »Das Traumfresserchen« und »Der Rattenfänger«. Zu Hillers weiteren Bühnenwerken zählen u. a. »Die Geschichte vom kleinen blauen Bergsee und dem alten Adler« (mit Herbert Asmodi), »Eduard auf dem Seil«, »Pinocchio« (mit Rudolf Herfurtner), »Der Schimmelreiter« (mit Andreas K. W. Meyer), »Wolkenstein«(mit Felix Mitterer) sowie die Kirchenopern »Augustinus« und »Der Sohn des Zimmermanns« (mit Winfried Böhm).

Der mit zahlreichen Preisen und internationalen Stipendien ausgezeichnete Komponist war 2005–2008 Präsident des Bayerischen Musikrats, 2009–2012 künstlerischer Leiter der Internationalen Orgelwoche in Nürnberg und ist derzeit Vorsitzender der Carl-Orff-Stiftung und Präsident der deutschen Jean-Sibelius-Gesellschaft.

Zurzeit arbeitet Wilfried Hiller mit Stefan Ark Nitsche an dem Musikdrama »Dawid« und an »Camilles Schwester« (Quartett mit Schatten) nach Henrik lbsen. Mit Winfried Böhm entsteht der Einakter »Myriam« für den Chor des Bayerischen Rundfunks und Arabella Steinbacher (Violine). Für Musiker des Staatstheaters am Gärtnerplatz hat Hiller einen Kammermusik-Zyklus nach Bildern und Skulpturen von Antje Tesche-Mentzen begonnen. Zusammen mit Hellmuth Matiasek arbeitet er an einer Bühnenmusik für »Der verlorene Sohn«.

 
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Wilfried Hiller © Elisabeth Hiller-Woska

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